Mont-Blanc-Marathon – Welcome to CHX!

Mont-Blanc-Marathon – Welcome to CHX!

Achtung: Der Mont-Blanc-Marathon ist kein Marathon!

Der Mont-Blanc-Marathon ist ein schwerer alpiner Trail, der die Distanz eines Marathons hat! Siegerzeiten um die 4 Stunden zeigen, dass du hier mit fast doppelten Laufzeiten wie beim Marathon rechnen solltest! 2500 positive Höhenmeter auf einer Marathondistanz sind kein Ponyhof!

Panoramissimo!

Dafür ist der Mont-Blanc-Marathon ein Panoramalauf der ersten Kategorie, atemberaubende Ausblicke auf die höchste Gebirgslandschaft Europas sind alle Mühen Wert (sofern das Wetter mitspielt)! Termin 2013: 30. Juni.

Marathon du Montblanc

Marathon du Montblanc – Vor dem Start im Zentrum von Chamonix

Streckenverlauf

Zu Beginn geht es recht flüssig aus dem Zentrum von Chamonix (kurz CHX) heraus, die wesentlichen Probleme sind die Staus, die vor Engstellen und vor allem an Passagen entstehen, die in der Breite nur einen Läufer zulassen (immerhin sind 2000 Läufer mit dabei)!  So geht es bis Kilometer 18 noch ohne große Probleme dahin, aber dann, eine WAND! 920 Höhenmeter an einem Stück auf nur 6 Kilometern lassen nicht mehr an Laufen denken und das Gemeinste an der Sache: danach kommen 840 Höhenmeter, die es auf nur 4 Kilometern wieder hinuntergeht! Wie kann man solch technisch anspruchsvolle Passagen und solch langen Anstiege als Flachländer nur trainieren? Ich war zwar vorher sogar in der Auvergne für Trainingsläufe, aber es sind vor allem die technischen Schwierigkeiten (Steine, Wurzeln), die mir hier beim Hinunterlaufen Probleme bereiten.

Marathon du Montblanc

Geschaftt, die Aiguillette des Posettes ist erreicht, aber gleich geht es wieder 840 Höhenmeter nach unten

Die nächste Schwierigkeit hat uns dann im Anstieg auf die Flégère erwartet, das sind zwar „nur“ 520 Höhenmeter, aber erstens bist du nicht mehr so frisch wie zu Beginn und die morgendliche Frische (Temperatur) ist auch der Mittagshitze gewichen und wir sind jetzt in einem lichten Wald, der uns nicht vor der Mittagssonne schützt, sondern nur vor einer frischen Brise, die wir dringend gebrauchen könnten. Diese Steigung hat uns also viel Kraft gekostet und wir haben auch Zeit verloren (ich war mit meinem Sportsfreund Marc unterwegs).

Marathon du Montblanc

Der Zielhang hinauf zum Planpraz – geniale Aussicht, aber keinerlei Schatten

Gegen Ende zu wird der Lauf wieder “laufbarer“ und der Mont Blanc ist immer zu unserer Linken mit fantastischen Ausblicken und bei einem ständigen Auf und Ab wie in der Achterbahn. Schwer wird’s nochmal kurz vor dem Ziel: auf einer Skipiste geht es nochmal 170 Meter hinauf und das wieder in der prallen Sonne. Viele Zuschauer sind mit der Seilbahn zum Ziel hinauf gekommen, feuern uns an und tragen uns über die Ziellinie. Ich bin stolz, es geschafft zu haben!

Im Ziel

Nach über sieben Stunden Isodrinks und Wasser gibt es jetzt nicht besseres, als ein frisch gezapftes Bier! Und für Läufer wird gratis nachgeschenkt!  Dabei habe ich noch lange dieses unvergleichliche Panorama  direkt gegenüber des Mont Blanc genossen, bevor mich die Seilbahn dann wieder rasch ins Tal zurück gebracht hat.

Marathon du Montblanc

Ziel Planpraz – Es ist vollbracht!

Selbst gelaufen 2010 in 7 Stunden 22 Minuten.

Unterkunft und Essen – meine Empfehlungen:

Camping de la Mer de Glace, Chamonix Les Praz, schöner Camping in noch schönerer Umgebung, ganz klassische Anlage: keine Reservierungen, keine Vermietungen – also am besten schon vormittags kommen!

Nicht weit davon (5 Minuten zu Fuß): La Crèmerie du Moulin; ebenfalls in Les Praz; bei Sylvie und Didier gibt es auf einer schönen Terrasse Pizza und Spezialitäten aus Savoyen. Unbedingt probieren: Tartiflette Royal, aber bitte nur NACH dem Lauf! Außerdem hat Didier immer ein offenes Ohr für Sportler!

PS

Der Lauf wird immer beliebter und man muss sich schon sehr frühzeitig anmelden (am besten im Vorjahr). Neben dem Marathon gibt es ab 2013 einen 80 Km (6000+), einen „Cross“ mit 23 km und einen 10 km. Für Sprinter empfiehlt sich der Vertikal KM: 1000 m Höhenunterschied auf 3,8 Kilometer Distanz.

Aufi muaß i, aufi aufn Berg!

Trail Richard Cœur de Lion – oder was treibt der englische König eigentlich in Südwest-Frankreich?

Trail Richard Cœur de Lion – oder was treibt der englische König eigentlich in Südwest-Frankreich?

Für Veranstalter ist es oft schwer, einen neuen Lauf zu etablieren, im meist schon dicht gepackten Veranstaltungskalender unterzubringen und dann auch noch genügend Teilnehmer zu mobilisieren, dass auch der Schatzmeister nachts noch ruhig schlafen kann. Es bedarf heute schon einiger Ideen, um etwas anders zu machen, als das, was es schon vielfach gibt.

TrailRichardCoeurLion

TrailRichardCoeurLion – Die Einschreibung

Mit Schild und Schwert

Eine originelle Idee hatten die Veranstalter des Laufes „Richard Löwenherz“ (Sonntag, 13. Juni 2013). Er findet statt in dem kleinen Ort „Les Cars“ bei Châlus im Südwesten des Departements Haute-Vienne (Region Limousin). Alle Organisatoren des Laufes sind am Veranstaltungstag in historischen Kostümen unterwegs. Ich bin zwar kein Historiker, um einschätzen können, ob die Kostüme wirklich aus der Zeit Richard Löwenherz kommen, aber egal, ausgefallen ist die Idee allemal – einen Sprecher im Kettenhemd hat man nicht alle Tage!

TrailRichardCoeurLion

TrailRichardCoeurLion – Das Wappen des Richard Löwenherz

Hier in der Gegend um Châlus dreht sich alles um ihn: die Route de Richard de Coeur de Lion verbindet zahlreiche Orte, die im Leben Richard Löwenherz‘ eine Rolle gespielt haben. Am bekanntesten davon Châlus, wo der englische König 1199 durch einen Pfeil tödlich verwundet wurde. Heute sind in Châlus die Ruinen zweier Burgen zu bewundern (11.und 13. Jhdt.).

In Les Cars selbst gibt es ebenfalls eine Burgruine, die aber deutlich jünger ist (16. Jhdt.). Der Ort ist in der Region vor allem durch seine weithin sichtbare Fernsehantenne bekannt, die seit 1959 in Betrieb ist.

22 Kilometer und 740 Höhenmeter

Fernsehantenne, das ist das Stichwort, um wieder auf unseren Lauf zurückzukommen. Es geht also wieder einmal bergauf! Zur Auswahl stehen 12 km und 22 km, wobei 430 Höhenmeter oder 740 Höhenmeter in den Streckenverlauf eingebaut sind. Also wieder eine schöne Gelegenheit, die Beinmuskeln zu stärken. Aber auch die Fußmuskulatur kommt auf ihre Kosten, da es sich um einen Naturlauf handelt, kleine Straßen sind die Ausnahme. Und ausgerechnet heute ist der heißeste Tag des Jahres!

Die drei Highlights des landschaftlich sehr schönen Laufes waren 2013: La Côte du Roi – der königliche Anstieg, 150 Meter Steilanstieg in der Direttissima bis zur Antenne – und oben feuert der König höchstpersönlich die Läufer an – oder mokiert sich über ihren mangelnden Fitnesszustand.

TrailRichardCoeurLion

Am oberen Ende der „Côte du Roi“ – Der König mit seinem Hofstaat erwartet die Läufer

Als zweites dann eine Schikane über einen historischen Steinbruch hinweg. Und am sympathischsten, die „Princesse des Rubans“, die jedem Läufer kurz vor dem Ziel ein rotes Bändchen zur Erinnerung mitgibt. Die Aufschrift „Coeur vaillant, Lion du course, Roi du Fair Play“.

Jeder Teilnehmer bekam 2012 eine Flasche Wein, ein praktischer Ausgießer in Form eines runden Metallplättchens wird von einem lokalen Metallbau-Unternehmen noch dazu gesponsert. Dieses Jahr wurde der Wein durch eine große Flasche Bier einer kleinen lokalen Brauerei ersetzt. “ L’abus d’alcool est dangereux – à consommer avec modération!“ (dieser Zusatz ist übrigens in Frankreich bei jeder Art von Werbung für Alkohol in gesetzlich vorgeschrieben).

Infos zum Lauf: http://pomdacastyrieix.over-blog.com/pages/TRAIL_RICHARD_CoeUR_DE_LION-4147206.html

Offizielle Webseite (Straße Richard Löwenherz) : http://www.routerichardcoeurdelion.com/

Selbst gelaufen 2012 in 2:26 Stunden und 2013 in 2:37 Stunden.

Was treibt der englische König eigentlich in Südwest-Frankreich?

Richard Löwenherz ist Sohn der Eleonore von Aquitanien. Zuerst hatte sie den französischen König Ludwig VII geheiratet, diese Ehe wurde dann aber wieder geschieden, oder besser annulliert, wie es im damaligen Sprachgebrauch hieß. Schon zwei Jahre später ehelichte sie einen gewissen Henri Plantagenêt, der 1154 zum König von England gekrönt wurde. Man kann sich vorstellen, dass Ludwig VII geschäumt haben muss vor Wut, dass seine Ex jetzt zum Erzfeind übergelaufen war! In die Ehe brachte sie ihr Herzogtum Aquitanien ein, das von nun an englisch war.

Mit Henri hatte Eleonore acht Kinder, eines davon also unser Richard Löwenherz, der in Südwest-Frankeich aufwuchs. Später zog es ihn dann zum Abenteuerurlaub in den Nahen Osten, wo er auch seinen Beinamen „Löwenherz“ erhalten hat. Zurück vom Kreuzzug, musste er sich mit dem aufmüpfigen Adel in Aquitanien herumschlagen, was ihm dann letztlich auch zum Verhängnis wurde.

Rouen oder Fontevrault?

Wer ihn heute besuchen möchte, muss entweder nach Rouen in die Normandie oder in die Abtei Fontevrault bei Saumur (zwischen Tours und Angers). Gemäß damaliger Tradition wurde nämlich das Herz (Rouen) nicht zusammen mit dem Körper (Fontevrault) beigesetzt.

In der Abtei Fontevrault leisten Richard auch seine Mutter, Eleonore von Aquitanien, Heinrich II. von England und Isabella von Angoulême Gesellschaft. Wer also die Plantagenêts näher kennen lernen möchte, hier die Infos: http://www.abbayedefontevraud.com/

Abbaye de Fontevraud

Abtei Fontevraud – Begräbnisstätte der Plantagenêts

Nocturne des 3 Limousines – Werbung in eigener Sache

Nocturne des 3 Limousines – Werbung in eigener Sache

Heute bleiben wir bei mir zu Hause, denn „mein“ Laufclub hat am Wochenende, genauer gesagt am Samstagabend, „seinen“ Lauf durchgeführt, den N3L (Nocturne des 3 Limousines).

Die Besonderheit: es ist ein Streckenkurs (mit Bustransfer) und es wird in die Nacht hineingelaufen.

St. Paul – Eyjeaux – Feytiat

Start ist um 20.30 Uhr in St. Paul im Departement Haute-Vienne. Der Ort selbst hat kein besonderes Interesse, aber einmal im Jahr findet hier ein großer Eselsmarkt statt (Mai). Hier finden Freunde der Grautiere Esel aller Rassen und was sonst noch zu diesem Hobby dazugehört. Von St. Paul also geht es bei diesem Naturlauf über Wander-, Feld- und Waldwege zunächst nach Eyjeaux. Hier ist „Halbzeit“ und diejenigen, die sich zu zweit angemeldet haben, werden hier von ihrem Partner abgelöst. Jeder von beiden läuft 13 Kilometer, die Sololäufer also deren sechsundzwanzig.

Schön ist in Eyjeaux, dass der Sportplatz, der für den Wechsel genutzt wird, mitten im Ort liegt, ein Heißluftballon der Region sorgt mit „balloon glow“ für zusätzliche Stimmung rund um die Wechselzone (fast wie in Albuquerque, naja nur fast).

Für diejenigen, die keinen Laufpartner haben und sich die gesamte Strecke noch nicht zutrauen, hat man jetzt die Möglichkeit geschaffen, die 13 Kilometer ab Eyjeaux alleine zu bewältigen. Hinter Eyjeaux dann mit 80 Höhenmeter längste Anstieg am Stück (insgesamt 365 positive und 363 negative Höhenmeter), bevor es zum Zielort Feytiat zurückgeht. Für diese zweite Etappe ist dann eine Stirnlampe erforderlich.

Vor dem Start von Feytiat fahren Shuttlebusse die Läufer nach St. Paul bzw. nach Eyjeaux, was immer einigen logistischen Zusatzaufwand erfordert und was ohne Unterstützung von Sponsoren auch finanziell nicht möglich wäre.

Ziel in Feytiat

Das Ziel ist dann auf einem großen Supermarkt-Parkplatz in Feytiat, vielleicht nicht die schönste Option für ein Abschlussfest, aber erstens bringt man hier problemlos alles unter, zweitens ist die Atmosphäre mit aufgestellten Buden und Zelten besser, als man denkt (es ist ja sowieso dunkel) und drittens ist, man kann es sich denken, auch der Supermarkt Sponsor der Veranstaltung. Außerdem kann das kleine Einkaufszentrum den ganzen Samstag für die Einschreibungen genutzt werden (diesmal sehr praktisch, da es den ganzen Nachmittag über geregnet hatte).

Das Abschlussfest sieht dann so aus: Liveband, Bierausschank, gegrillte Würstchen, dazwischen natürlich Siegerehrung mit lokaler Politik und Verlosung von Sonderpreisen.

Ein herzlicher Dank gilt allen Freiwilligen (vor allem denen außerhalb des Laufclubs), ohne die eine solche Veranstaltung nicht möglich wäre.

Teilnehmerzahl: ca.450 (inklusive einer ebenfalls angebotenen Abendwanderung). 2013 zum 7. Mal organisiert. Anmeldung 14 € (vorab), 18 € vor Ort.

Selbst gelaufen 2008 in 2:17 Stunden, sonst immer als freiwilliger Helfer im Einsatz.

Webseite: http://nocturne3limousines.fr

Und hier noch ein paar Impressionen (für bessere Fotos die oben genannte Seite besuchen!):

Nocturne3Limousines

N3L – Der Zieleinlauf

Nocturne3Limousines

N3L – Bühne für die Siegerehrung

Nocturne3Limousines

N3L – Stand für die Verpflegung der freiwilligen Helfer
(jeder Helfer bekommt einen Verpflegungsgutschein)

Nocturne3Limousines

N3L – Vorbereitung des Verpflegungsstandes im Ziel

Nocturne3Limousines

N3L- Sprecherwagen mit Grossbildschirm zur Anzeige aktueller Ergebnisse

 

Nocturne3Limousines

N3L – Die Küchenchefs bei der Vorbereitung

 

Nocturne3Limousines

N3L – Leuchtpilze sorgen fuer genug Licht

Nocturne3Limousines

N3L – Die Pokale und Sonderpreise warten auf ihre Gewinner

 

Nocturne3Limousines

N3L – Eine Liveband sorgt für Stimmung

 

Bieler Lauftage / Courses de Bienne

Ein herzlicher Gruß in die Schweiz und allen Teilnehmern der Bieler Lauftage viel Erfolg!

Heute abend um 22 Uhr ist also wieder die „Nacht der Nächte“.

In Deutschland haben die 100 Kilometer von Biel längst Kultstatus und der Virus „Irgendwann musst du nach Biel“ hat in der Laufgemeinde schon viele infiziert.

Immer ein Highlight in Biel - Die Passage der historischen Brücke über die "alte Aare" in Aarberg (beim Lauf natürlich nachts und mit Beleuchtung)

Immer ein Highlight in Biel – Die Passage der historischen Brücke über die „alte Aare“ in Aarberg (beim Lauf natürlich nachts und mit Beleuchtung)

Kaum bekannt

Interessant ist, dass der Lauf in Frankreich dagegen wenig bekannt ist. Wenn du von Bienne (so heißt die Stadt Biel auf französisch) erzählst, schaut dich in der Regel ein Fragezeichen an (<<c’est où ça ?>>). Das zeigen regelmäßig auch die niedrigen Teilnehmerzahlen (31 Teilnehmer aus Frankreich, Stand 01.06.2013). Ich denke, hier läge für die Veranstalter noch ein großes Potenzial, denn Biel ist von Ostfrankreich (Lyon, Dijon etc.) schnell erreicht.

100 Kilometer von Millau

Der 100-Kilometer-Klassiker in Frankreich ist eindeutig Millau (28.09.2013), aber davon ein anderes Mal. Nur so viel: die Organisatoren von Millau haben sich den Virus damals auch in Biel eingefangen. Nach ihrer Teilnahme in Biel 1972 waren sie so fasziniert, dass sie daraufhin die 100 Kilometer von Millau ins Leben gerufen haben.

Semi de Vassiviere – Halbmarathon mit Bootsfahrt

Semi de Vassiviere – Halbmarathon mit Bootsfahrt

Am 30. Juni findet dieser Halbmarathon um einen der größeren (künstlichen) Seen Frankreichs statt.

Der Lac de Vassivière

Der Lac de Vassivière ist mit 9,76 Quadratkilometern etwas größer als der Tegernsee. Am See selbst hat man aber nie den Eindruck seiner eigentlichen Größe, da er sehr verzweigt und nie ganz einsehbar ist, außer man fliegt drüber (zum Beispiel mit der Linienmaschine von Lyon nach Limoges). Der See wurde Ende der vierziger Jahre des 20. Jahrhunderts durch EDF (Electricté de France) erbaut und 1950 zum Zwecke der Stromerzeugung in Betrieb genommen. Er liegt im Limousin im Schnittpunkt der 3 Departements Creuse, Corrèze und Haute-Vienne auf der „Hochfläche der 1000 Kühe“ (Plateau des Millevaches) auf etwa 900 Metern Meereshöhe. Das Klima ist entsprechend rau und auch im Sommer eher frisch. Die Ufer sind großteils mit dichten Laub- oder Nadelwäldern bewachsen.

Lac de Vassivière

Lac de Vassivière – Blick vom Dach des Museums auf der Ile de Vassivière in Richtung Staumauer

Am See selbst gibt ein paar (sehr) kleine Dörfer, wenige Strände und Campingplätze sowie Ferienanlagen. Außerhalb der Saison muss man aber damit rechnen, dass kaum etwas offen ist. Insgesamt ist die Infrastruktur vergleichsweise dürftig, Restaurants und Hotels eher altbacken. Insgesamt also eher etwas für Naturliebhaber und Selbstversorger. Teile des Sees sind für Segel- und Motorboote freigegeben, außerdem fährt ein Ausflugsboot.

Lac de Vassivière

Am Ufer des Lac de Vassivière

Circuit Raymond Poulidor

Um den See herum führt eine Straße, die nach dem in Frankreich sehr populären Radsportler Raymond Poulidor bennant ist, der hier auch der Region des Sees stammt und der als ewiger Zweiter in die Geschichte der Tour de France eingegangen ist. Auf dieser meist wenigen befahrenen Straße findet denn auch der Halbmarathon statt. Start ist in Auphelle und dann geht auf welligem Parcours im Uhrzeigersinn um den See. Bald ist auch die Staumauer erreicht, die den Blick auf den See öffnet, der allzu oft durch den Wald verstellt ist. Das Ziel ist auf der Ile der Vassivière, also auf der Vassivière-Insel im See, die durch eine Brücke mit dem Festland verbunden ist. Vom Ziel geht es dann mit dem Ausflugsboot zum Startort zurück.

Die Ile de Vassivière

Die Insel im See wurde vor einigen Jahren von der Regionalregierung erworben. Sie ist Sitz eines Museums für moderne Kunst, in dessen Park sich auch einige Skulpturen befinden. Auf Grund der doch etwas dezentralen Lage teilt man sich das Museum auch meist nur mit wenigen Besuchern.

Lac de Vassivière

Ile de Vassiviere – Eingang zum Museum mit „Leuchtturm“

Lac de Vassivière

Im Skulpturengarten auf der Ile de Vassivière

Zurück zum Lauf

Start ist also am 30. Juni um 9.30 Uhr. Selbst wenn die Temperaturen sommerlich sein sollten, ist der erste Teil des Laufes meist noch im Schatten (Wald), erst ab Kilometer 15 ist mit einigen, der Sonne ausgesetzten Passagen zu rechnen. Insgesamt wirst du aber aufgrund des Profils hier sowieso keine Bestzeit laufen können.

Selbst gelaufen im Jahr 2008 in 2:02 Stunden, damals noch als Komplettrunde um den See mit 23,4 Kilometern; die Einführung der Bootsfahrt zum Abschluss erfolgte erst danach. Größe der Veranstaltung: ca. 700 Teilnehmer.

Persönlicher Tipp

Der Lac de Vassivière eignet sich auch hervorragend als Trainingsgelände. In diesem Fall ziehe ich den 2010 eröffneten Rundweg um den See vor, der zu Fuß oder mit dem Mountainbike befahrbar ist. Allerdings ist der Weg oft auch nicht am Ufer und zahlreiche Höhenmeter sind einzukalkulieren. Die runde um den See ist etwa 25 Kilometer, Alternativen zu verkürzen oder zu verlängern gibt es ausreichend.

Lac de Vassivière

Lac de Vassivière – Weg rund um den See, aber nicht immer am Ufer so wie hier

Infos zum Lauf mit Bildern und Video: http://www.semi-vassiviere.org/