Vor der Haustüre

Vor der Haustüre

Jeden zweiten Sonntag im Oktober stehen in Limoges

die Boucles de la Porcelaine

auf dem Programm. Ich habe den Lauf im Oktober des Vorjahres hier ausführlich beschrieben.

https://laufeninfrankreich.wordpress.com/2013/10/13/boucles-porcelaine-limoges/

 

Diesmal stand für mich die Halbmarathondistanz als Trainingslauf für das „Festival des Templiers in Millau“ in zwei Wochen auf dem Programm. Ein Bericht dazu findet sich dann in Kürze hier an dieser Stelle.

Mit am Start war heute in Limoges eine kleine Delegation aus der deutschen Partnerstadt Fürth unter Führung des Organisators des Metropolmarathons in Fürth, Bernd van Trill. Nachdem die Gruppe über 1000 Kilometer gefahren ist, um hier an dem Laufevent der Partnerstadt teilzunehmen, möchte ich das dadurch belohnen, dass ich hier ausnahmsweise mal für einen Lauf in Deutschland Werbung mache:

Metropolmarathon in Fürth am 21. Juni 2015

Ich war 2007 zur 1000-Jahrfeier der Stadt Fürth bei diesem Marathon im schönen Frankenland dabei und kann allen Lauffreunden eine Teilnahme nur empfehlen. Außerdem sind die Einschreibegebühren (bei Anmeldung bis zum 31.12.2014) in Höhe von 29,90 € wirklich sensationell.

Alles weitere gibt es hier: http://www.metropolmarathon.de/Homepage.aspx

 

 

 

Les Boucles de la Porcelaine – Limoges

Les Boucles de la Porcelaine – Limoges

Am zweiten Sonntag im Oktober wird zuhause gelaufen, also in Limoges!

Les „boucles de la Porcelaine“, also der „Porzellanrundlauf“, wird 2013 zum siebten Mal organisiert. Für uns als Vorortclub, dem AS Legrand-Feytiat, der ebenfalls jährlich einen Lauf organisiert (Archiv: Juni 2013, N3L), ist es quasi ein Pflichttermin, hier mit einer stattlichen Anzahl an Teilnehmern präsent zu sein. Außerdem haben wir im Veranstaltungszelt auch noch einen kleinen Infostand.

Les Boucles de la Porcelaine, Limoges

Veranstaltungszelt am Start

Zur Auswahl stehen eine Runde mit 10,7 km oder deren zwei, also 21,4 Km. Halbmarathonzeit also, auch wenn die Strecke weder amtlich vermessen, noch der exakten Halbmarathondistanz entspricht. Das ist auch nicht wichtig, die ganze Läuferschaft der Stadt und des Umlandes ist auf den Beinen und man läuft, um sich zu treffen, außer natürlich der Elite, die auch hier läuft, um zu gewinnen. Insgesamt sind am Morgen nach dem ersten Nachtfrost über 1000 Läufer an den Start gegangen.

Boucles de la Porcelaine, Limoges

Es wird Zeit, dass es los geht, denn es ist kalt heute morgen!

Die ersten vier Kilometer sind wenig attraktiv, sie gehen durch ein Industriegebiet, bis dann der städtische Golfplatz gequert wird und es durch sympathische Wohnviertel ins grüne Tal der Auzette geht, bis man auf den Fluss Vienne trifft. An diesem geht es zunächst linksseitig ein Stück flussaufwärts, bis man die Pilgerbrücke Saint-Etienne überquert und dann immer am Fluss entlang ins Ziel oder auf die zweite Runde.

Pont Saint-Etienne Limoges

Ein zweites Mal geht es über die Pont Saint-Etienne auf dem Pilgerweg nach San Compostela

Dieses Jahr stand der der Lauf für mich mitten in der Vorbereitungszeit für einen anderen Lauf. Welcher? Dazu natürlich demnächst mehr hier in LaufeninFrankreich!

Ein paar Worte zur Porzellanherstellung in Limoges

Les Boucles de la Porcelaine, Limoges

Les Boucles de la Porcelaine: außer den üblichen Pokalen gibt es noch Vasen aus Limogesporzellan für die Sieger

Limoges ist die Porzellanhauptstadt Frankreichs. 1768 wurde in St. Yriex-de-la-Perche, etwa 30 Kilometer südlich von Limoges Kaolin gefunden, wichtigster Bestandteil des Porzellans. Wurde der Kaolin zunächst nach Paris an die königliche Manufaktur von Sèvres geliefert, hat sich der Intendant Turgot dafür eingesetzt, dass die Produktion vor Ort aufgenommen wurde, standen doch alle weiteren Produktionsmittel zur Verfügung: (weiches) Wasser, Brennmaterial (Holz) und Arbeitskräfte. So wurde ab 1771mit vielen Rückschlägen immer wieder versucht, die weiße Grundmasse zu dem „weißen Gold“ zu brennen. Der Höhepunkt dieser Industrie war dann Anfang des 20. Jahrhunderts erreicht, als das Porzellan aus dem Limousin in alle Welt verschickt wurde. Die Stadt hat aus dieser Zeit auch den Beinamen “ Limoges la Rouge“, also die Rote Stadt. Einerseits von dem roten Schein der 135 mit Kohle oder noch mit Holz beheizten Porzellanöfen, aber andererseits auch zunehmend durch die aufbegehrende Arbeiterschaft, die sich gegen die schwierigen Arbeitsbedingungen auflehnte und für die ein oder anderen Unruhen sorgte. Seitdem sind viele Firmen und Marken verschwunden und die verbleibenden Unternehmen kämpfen gegen die Konkurrenz aus Fernost und die veränderten Konsumgewohnheiten.

Porcelaine de Limoges

Begehrte Bodenmarke, hier von dem ältesten noch bestehenden Unternehmen