Laufen mit Mickey

Laufen mit Mickey

Nachdem meine Ankündigung für den neuen Marathon in Bordeaux ja etwas spät veröffentlicht wurde (der Lauf war zu diesem Datum schon ausgebucht), bin ich diesmal garantiert rechtzeitig dran! Wiederum ein neuer Lauf, der in den Laufkalender kommt – diesmal ein Halbmarathon im Disneyland Paris.

Eingebunden werden soll er in ein Sportwochenende zum Thema Laufen, wie dies bereits in den USA erfolgreich praktiziert wird. Beim „Weekend Running“ wird es verschiedene Läufe für die Kleinen geben und eben auch einen Halbmarathon. Angekündigt wurde dies für das Wochenende vom 23. – 25. September 2016 (zwanzig sechzehn!).

Wer seinen Kindern also was Gutes tun will und amerikanisches Lauf-Spektakel inklusive Feuerwerk haben möchte, der ist hier sicher richtig. Also bei Facebook „Disneyland Paris“ liken und auf dem Laufenden bleiben.

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Bordeaux by night – Neuer Marathon in Bordeaux

Bordeaux by night – Neuer Marathon in Bordeaux

Die Marathonlandschaft in Frankreich wird 2015 um einen neuen Laufort bereichert: Bordeaux.

Am 18. April 2015 findet zum ersten Mal der Bordeaux-Marathon statt, genauer gesagt der „Marathon de Bordeaux Métropole“, also der Marathon des Großraumes Bordeaux. Besonderes Merkmal: der Lauf wird als Nachtlauf mit einem Start um 20 Uhr durchgeführt.

Neben dem Marathon, sind ein Halbmarathon, eine 2er- und eine 4er-Staffel im Programm.

Natürlich werden auch hier einige weniger spektakuläre Außenbezirke und Vororte eingebunden, laut Veranstalter werden aber auch ein paar berühmte Weinlagen passiert. Ziel ist dann am „Platz de la Bourse“, der vor neun Jahren mit einem riesigen Wasserspiegel sehr schön aufgewertet wurde.

Miroir d'eau, Place de la Bourse, Bordeaux

Bordeaux – Place de la Bourse – seit 2006 gibt es hier einen riesigen Wasserspiegel

Freut euch allerdings nicht zu früh, denn leider ist der Lauf für 2015 mit erstaunlichen 18000 Teilnehmern schon seit 12.Februar 2015 restlos ausgebucht. Das ist aber nicht so schlimm, denn bei so viel Anfangsbegeisterung wird es sicher eine zweite Auflage und weitere mehr geben.

Vignobles dans le Bordelais

Rote Trauben haben Bordeaux reich und berühmt gemacht…

Alle Infos: http://www.marathondebordeauxmetropole.com/ (französisch und englisch)

Nach dem Lauf (aber nur nachher) könnt ihr euch dann hier umsehen: http://www.bordeaux.com

Alternative: Nicht weit von Bordeaux findet am 9. Mai 2015 der Marathon der Weine von Blaye statt (ohne Stadt, aber dafür mit Verkleidungen und vielen Verkostungen, ähnlich wie beim Marathon du Medoc).

Mehr dazu: http://www.marathondesvinsdeblaye.com/

Vor der Haustüre

Vor der Haustüre

Jeden zweiten Sonntag im Oktober stehen in Limoges

die Boucles de la Porcelaine

auf dem Programm. Ich habe den Lauf im Oktober des Vorjahres hier ausführlich beschrieben.

https://laufeninfrankreich.wordpress.com/2013/10/13/boucles-porcelaine-limoges/

 

Diesmal stand für mich die Halbmarathondistanz als Trainingslauf für das „Festival des Templiers in Millau“ in zwei Wochen auf dem Programm. Ein Bericht dazu findet sich dann in Kürze hier an dieser Stelle.

Mit am Start war heute in Limoges eine kleine Delegation aus der deutschen Partnerstadt Fürth unter Führung des Organisators des Metropolmarathons in Fürth, Bernd van Trill. Nachdem die Gruppe über 1000 Kilometer gefahren ist, um hier an dem Laufevent der Partnerstadt teilzunehmen, möchte ich das dadurch belohnen, dass ich hier ausnahmsweise mal für einen Lauf in Deutschland Werbung mache:

Metropolmarathon in Fürth am 21. Juni 2015

Ich war 2007 zur 1000-Jahrfeier der Stadt Fürth bei diesem Marathon im schönen Frankenland dabei und kann allen Lauffreunden eine Teilnahme nur empfehlen. Außerdem sind die Einschreibegebühren (bei Anmeldung bis zum 31.12.2014) in Höhe von 29,90 € wirklich sensationell.

Alles weitere gibt es hier: http://www.metropolmarathon.de/Homepage.aspx

 

 

 

Hugo? – Spritz? – Cognac Schweppes!

Hugo? – Spritz? – Cognac Schweppes!

Zumindest wenn es nach dem Willen der Winzer der Region Cognac (Département Charente) gehen würde, hätte Cognac Schweppes die beiden anderen Trend-Getränke zum Aperitif längst abgelöst!

Nachdem der Konsum harter Getränke nicht zuletzt wegen veränderter Trinkgewohnheiten und zunehmender Alkoholkontrollen seit Jahren auch in Frankreich rückläufig ist, macht man sich im Ursprungsgebiet (Appellation d’Origine Contrôlée) von Cognac so seine Gedanken, wie der Konsument mit neuen Kreationen bei der Stange, oder besser, beim Glas, gehalten werden kann.

Courvoisier - façade à Jarnac

Die Fassade dieses Cognacherstellers lässt erkennen: Ein einträgliches Geschäft!

Was haben diese Ausführungen jetzt in einem Laufblog verloren? Nun, genau diesen Cognac Schweppes gibt es für alle Teilnehmer des Marathon du Cognac nach dem Zieleinlauf! Wohl bekomm‘s!

Der Marathon du Cognac in Jarnac

Aber von Anfang an: Der Marathon du Cognac findet jährlich im November im Städtchen Jarnac, wenige Kilometer östlich der Stadt Cognac statt, 2013 am 9. November. Achtung, dieser Marathon findet wirklich an einem Samstag und nicht sonntags statt!

Jarnac - ile dans la charente

So schön ist’s am Start des Marathon du Cognac im Zentrum von Jarnac!

Der Kurz in Form einer liegenden Acht geht von Jarnac aus in die umliegende Landschaft, also viel Natur und natürlich Weinberge bzw. Weinfelder. Das heißt natürlich auch, dass der Streckenverlauf nicht flach ist, wie bei allen anderen Weinmarathons auch. Ist die absolute Höhendifferenz sehr überschaubar, geht es doch immer wieder auf und ab durch die rebenbewachsenen Hügel.

Jarnac, rivière Charente

Häuser an der Charente in Jarnac

Interessante Abstecher

Auf der Strecke selbst lassen sich die Veranstalter immer wieder interessante Abstecher einfallen: So ging es bei meiner ersten Teilnahme 2008 zum Beispiel durch eine Tonellerie, also einen Betrieb, in dem die Eichenfässer für die Cognaclagerung produziert werden. Unvergessen bleiben mir auch die zwar kurzen, aber eindrucksvollen Passagen durch einige Lagerhallen, die bis unter die Decke mit vollen Fässern gefüllt waren. Natürlich passen hier immer welche auf, dass sich nicht einer aus Versehen einer hinter den Fässern verläuft… Allein der Geruch, der einem hier in die Nase steigt, ist wirklich sensationell und bleibt lange im Gedächtnis haften!

Markt mit lokalen Produkten

Sehr sympathisch bei diesem Marathon ist auch ein kleines „Village Gastronomique“, also ein kleiner Markt mit regionalen Erzeugnissen im Stadtzentrum von Jarnac; hier ist gleichzeitig auch Start und Ziel der Läufe. Alles in allem geht es in Jarnac sehr familiär und gemütlich zu.

Und natürlich Cognac

Gleich gegenüber dem Markt ist auch ein großer Cognac-Hersteller zuhause, und zwar die Marke mit dem Napoleon auf dem Etikett. Am Marathonwochenende ist normalerweise geöffnet und es werden auch Führungen angeboten. Wer jetzt denkt, dass sich ein Fabrikverkauf lohnen würde, dem sei gesagt, dass hochprozentiger Alkohol in Frankreich meist teurer ist, als in Deutschland und viele Flaschen sind zuhause günstiger zu bekommen, als hier vor Ort. Also vorher informieren!

Eine Weinrebe als Geschenk

Zumindest für Marathonteilnehmer ist eine (kleine) Flasche Cognac in der Anmeldung mit drin! Und außerdem gibt es noch eine Weinrebe dazu, die in unserem rauen Limousin-Klima aber leider nie überlebt hat. Schade drum! Aber eine wie ich finde sehr originelle Idee! Als Trost bleibt die Medaille (für alle Finisher).

Eine andere regionale (alkoholische) Spezialität ist übrigens der Pineau, ein Aperitif aus Traubenmost und dem Weinbrand, aus dem später mal der Cognac wird (ca. 20 %). Den gab es schon bei früheren Veranstaltungen als Souvenir.

Cognac Schweppes? Um ehrlich zu sein, ziehe ich persönlich ein frisches Bier nach dem Zieleinlauf vor. Das ist zwar hier nicht umsonst, aber als erfahrener Marathoni hat man immer einen kleinen Geldschein dabei, man weiß ja nie!

Selbst gelaufen 2008, 2010 (Marathon, 4:23 und 3:56) und 2011 (Halbmarathon, 1:43).

Ca. 500 Teilnehmer (nur Marathon), davon auch viele verkleidet.

Hier der Link zur Seite des Veranstalters:

http://www.marathonducognac.net/

Die Stadt Cognac

Cognac

Straßenzug in Cognac

Natürlich sollte man auch noch der nahe gelegenen Stadt Cognac einen Besuch abstatten. Viele renommierte Hersteller des edlen Getränks mit gleichem Namen sind hier zu Hause und können auch besichtigt werden. Aber auch ohne Alkohol ist das Stadtzentrum mit seinen hellen, freundlichen Kalksteinhäusern einen Besuch wert und der kleine Fluss Charente lädt zu Bootsfahrten ein!

Cognac - détail maison

Detail einer Hausfassade in Cognac – Schriften und gemalte Werbung verblassen leider immer mehr

Les Boucles de la Porcelaine – Limoges

Les Boucles de la Porcelaine – Limoges

Am zweiten Sonntag im Oktober wird zuhause gelaufen, also in Limoges!

Les „boucles de la Porcelaine“, also der „Porzellanrundlauf“, wird 2013 zum siebten Mal organisiert. Für uns als Vorortclub, dem AS Legrand-Feytiat, der ebenfalls jährlich einen Lauf organisiert (Archiv: Juni 2013, N3L), ist es quasi ein Pflichttermin, hier mit einer stattlichen Anzahl an Teilnehmern präsent zu sein. Außerdem haben wir im Veranstaltungszelt auch noch einen kleinen Infostand.

Les Boucles de la Porcelaine, Limoges

Veranstaltungszelt am Start

Zur Auswahl stehen eine Runde mit 10,7 km oder deren zwei, also 21,4 Km. Halbmarathonzeit also, auch wenn die Strecke weder amtlich vermessen, noch der exakten Halbmarathondistanz entspricht. Das ist auch nicht wichtig, die ganze Läuferschaft der Stadt und des Umlandes ist auf den Beinen und man läuft, um sich zu treffen, außer natürlich der Elite, die auch hier läuft, um zu gewinnen. Insgesamt sind am Morgen nach dem ersten Nachtfrost über 1000 Läufer an den Start gegangen.

Boucles de la Porcelaine, Limoges

Es wird Zeit, dass es los geht, denn es ist kalt heute morgen!

Die ersten vier Kilometer sind wenig attraktiv, sie gehen durch ein Industriegebiet, bis dann der städtische Golfplatz gequert wird und es durch sympathische Wohnviertel ins grüne Tal der Auzette geht, bis man auf den Fluss Vienne trifft. An diesem geht es zunächst linksseitig ein Stück flussaufwärts, bis man die Pilgerbrücke Saint-Etienne überquert und dann immer am Fluss entlang ins Ziel oder auf die zweite Runde.

Pont Saint-Etienne Limoges

Ein zweites Mal geht es über die Pont Saint-Etienne auf dem Pilgerweg nach San Compostela

Dieses Jahr stand der der Lauf für mich mitten in der Vorbereitungszeit für einen anderen Lauf. Welcher? Dazu natürlich demnächst mehr hier in LaufeninFrankreich!

Ein paar Worte zur Porzellanherstellung in Limoges

Les Boucles de la Porcelaine, Limoges

Les Boucles de la Porcelaine: außer den üblichen Pokalen gibt es noch Vasen aus Limogesporzellan für die Sieger

Limoges ist die Porzellanhauptstadt Frankreichs. 1768 wurde in St. Yriex-de-la-Perche, etwa 30 Kilometer südlich von Limoges Kaolin gefunden, wichtigster Bestandteil des Porzellans. Wurde der Kaolin zunächst nach Paris an die königliche Manufaktur von Sèvres geliefert, hat sich der Intendant Turgot dafür eingesetzt, dass die Produktion vor Ort aufgenommen wurde, standen doch alle weiteren Produktionsmittel zur Verfügung: (weiches) Wasser, Brennmaterial (Holz) und Arbeitskräfte. So wurde ab 1771mit vielen Rückschlägen immer wieder versucht, die weiße Grundmasse zu dem „weißen Gold“ zu brennen. Der Höhepunkt dieser Industrie war dann Anfang des 20. Jahrhunderts erreicht, als das Porzellan aus dem Limousin in alle Welt verschickt wurde. Die Stadt hat aus dieser Zeit auch den Beinamen “ Limoges la Rouge“, also die Rote Stadt. Einerseits von dem roten Schein der 135 mit Kohle oder noch mit Holz beheizten Porzellanöfen, aber andererseits auch zunehmend durch die aufbegehrende Arbeiterschaft, die sich gegen die schwierigen Arbeitsbedingungen auflehnte und für die ein oder anderen Unruhen sorgte. Seitdem sind viele Firmen und Marken verschwunden und die verbleibenden Unternehmen kämpfen gegen die Konkurrenz aus Fernost und die veränderten Konsumgewohnheiten.

Porcelaine de Limoges

Begehrte Bodenmarke, hier von dem ältesten noch bestehenden Unternehmen

Semi de Vassiviere – Halbmarathon mit Bootsfahrt

Semi de Vassiviere – Halbmarathon mit Bootsfahrt

Am 30. Juni findet dieser Halbmarathon um einen der größeren (künstlichen) Seen Frankreichs statt.

Der Lac de Vassivière

Der Lac de Vassivière ist mit 9,76 Quadratkilometern etwas größer als der Tegernsee. Am See selbst hat man aber nie den Eindruck seiner eigentlichen Größe, da er sehr verzweigt und nie ganz einsehbar ist, außer man fliegt drüber (zum Beispiel mit der Linienmaschine von Lyon nach Limoges). Der See wurde Ende der vierziger Jahre des 20. Jahrhunderts durch EDF (Electricté de France) erbaut und 1950 zum Zwecke der Stromerzeugung in Betrieb genommen. Er liegt im Limousin im Schnittpunkt der 3 Departements Creuse, Corrèze und Haute-Vienne auf der „Hochfläche der 1000 Kühe“ (Plateau des Millevaches) auf etwa 900 Metern Meereshöhe. Das Klima ist entsprechend rau und auch im Sommer eher frisch. Die Ufer sind großteils mit dichten Laub- oder Nadelwäldern bewachsen.

Lac de Vassivière

Lac de Vassivière – Blick vom Dach des Museums auf der Ile de Vassivière in Richtung Staumauer

Am See selbst gibt ein paar (sehr) kleine Dörfer, wenige Strände und Campingplätze sowie Ferienanlagen. Außerhalb der Saison muss man aber damit rechnen, dass kaum etwas offen ist. Insgesamt ist die Infrastruktur vergleichsweise dürftig, Restaurants und Hotels eher altbacken. Insgesamt also eher etwas für Naturliebhaber und Selbstversorger. Teile des Sees sind für Segel- und Motorboote freigegeben, außerdem fährt ein Ausflugsboot.

Lac de Vassivière

Am Ufer des Lac de Vassivière

Circuit Raymond Poulidor

Um den See herum führt eine Straße, die nach dem in Frankreich sehr populären Radsportler Raymond Poulidor bennant ist, der hier auch der Region des Sees stammt und der als ewiger Zweiter in die Geschichte der Tour de France eingegangen ist. Auf dieser meist wenigen befahrenen Straße findet denn auch der Halbmarathon statt. Start ist in Auphelle und dann geht auf welligem Parcours im Uhrzeigersinn um den See. Bald ist auch die Staumauer erreicht, die den Blick auf den See öffnet, der allzu oft durch den Wald verstellt ist. Das Ziel ist auf der Ile der Vassivière, also auf der Vassivière-Insel im See, die durch eine Brücke mit dem Festland verbunden ist. Vom Ziel geht es dann mit dem Ausflugsboot zum Startort zurück.

Die Ile de Vassivière

Die Insel im See wurde vor einigen Jahren von der Regionalregierung erworben. Sie ist Sitz eines Museums für moderne Kunst, in dessen Park sich auch einige Skulpturen befinden. Auf Grund der doch etwas dezentralen Lage teilt man sich das Museum auch meist nur mit wenigen Besuchern.

Lac de Vassivière

Ile de Vassiviere – Eingang zum Museum mit „Leuchtturm“

Lac de Vassivière

Im Skulpturengarten auf der Ile de Vassivière

Zurück zum Lauf

Start ist also am 30. Juni um 9.30 Uhr. Selbst wenn die Temperaturen sommerlich sein sollten, ist der erste Teil des Laufes meist noch im Schatten (Wald), erst ab Kilometer 15 ist mit einigen, der Sonne ausgesetzten Passagen zu rechnen. Insgesamt wirst du aber aufgrund des Profils hier sowieso keine Bestzeit laufen können.

Selbst gelaufen im Jahr 2008 in 2:02 Stunden, damals noch als Komplettrunde um den See mit 23,4 Kilometern; die Einführung der Bootsfahrt zum Abschluss erfolgte erst danach. Größe der Veranstaltung: ca. 700 Teilnehmer.

Persönlicher Tipp

Der Lac de Vassivière eignet sich auch hervorragend als Trainingsgelände. In diesem Fall ziehe ich den 2010 eröffneten Rundweg um den See vor, der zu Fuß oder mit dem Mountainbike befahrbar ist. Allerdings ist der Weg oft auch nicht am Ufer und zahlreiche Höhenmeter sind einzukalkulieren. Die runde um den See ist etwa 25 Kilometer, Alternativen zu verkürzen oder zu verlängern gibt es ausreichend.

Lac de Vassivière

Lac de Vassivière – Weg rund um den See, aber nicht immer am Ufer so wie hier

Infos zum Lauf mit Bildern und Video: http://www.semi-vassiviere.org/

Kleiner Ausflug über die Grenze – Behobia – San Sebastian: Mehr Stimmung geht nicht !

Oft wird man ja gefragt, was denn der schönste Lauf bislang gewesen sei. Die Antwort fällt mir da jedes Mal schwer, denn (fast) jeder Lauf hat eben seine Reize. Fragt man mich jedoch nach dem Lauf mit der besten Stimmung, fällt mir sofort die Antwort ein: Behobia – San Sebastian.

Sorry, liebe deutsche Lauffreunde, excusez-moi, mes amis français, aber so eine Stimmung gibt es weder in Deutschland noch in Frankreich, sondern eben nur im echten Süden! Dabei ist der Start direkt an der französischen Grenze (kein Problem, von Frankreich aus zu Fuß zum Start zu kommen), nur geht es von dort eben weiter in die andere Richtung, nach San Sebastian.

Behobia – San Sebastian wird am 10. November 2013 zum 49. Mal durchgeführt und zum ersten Mal bereits im Jahr 1919! Diese lange Tradition über 90 Jahre erklärt auch, warum der Lauf in der baskischen Bevölkerung tief verwurzelt ist und es quasi Pflicht ist, dabei zu sein, sei es als einer der jetzt 28.000 Läufer oder als Zuschauer.

Das Schwierigste – die Anmeldung!

Aber warum schreibe ich heute im April über einen Lauf, der erst im November über die Bühne geht? Weil der schwierigste Teil bereits im Mai stattfindet, die Anmeldung! Die Startplätze gehen buchstäblich weg, wie die warmen Semmeln und es ist damit zu rechnen, dass dies innerhalb weniger Tage passiert. Zuerst gibt es eine Voranmeldung für alle, die in den letzten fünf Jahren dabei waren (läuft seit 17. April). Erst dann kommen die Neulinge zum Zug, um sich um die verbleibenden Startplätze zu streiten. Also schon heute Anmeldedatum vormerken: 7. Mai 2013, und dann gleich anmelden! (ich hatte bei meiner Teilnahme 2009 oft mit Server-Überlastungen zu kämpfen und kam erst nach zwei Tagen durch).

Schön ist Spanien woanders

Zum Lauf selbst: Der Fast-Halbmarathon (ca. 20 km, Strecke nicht offiziell vermessen) startet an der spanisch-französischen Grenze in Irun (Behobia) und geht dann über eine hügelige Landstraße hinein nach San Sebastian. Man kommt hierher um dabei zu sein und wegen der Stimmung. Schön ist Spanien woanders: Der Startort ist geprägt durch große Lagerhallen und viele LKW-Parkplätze, ein echter Grenzort eben, über den ein Großteil des Güterverkehrs nach Spanien und Portugal fließt. Vorbei geht es an Hafenanlagen und  gesichtslosen Vororten, lediglich das letzte Stück im alten Zentrum von San Sebastian ist wirklich schön, aber dort nimmst du eh nur noch das Menschen-Spalier wahr, durch das du hindurch läufst und das dich ins Ziel peitscht. Dazwischen ein wenig Landschaft, aber richtig schön wird die Küste erst weiter westlich.

Stimmung pur!

Schon die Stimmung am Start ist phänomenal. Aus allen Richtungen strömen die Läufer herbei und verursachen in dem kleinen Ort sicher den größten Menschenauflauf des Jahres (es gibt übrigens fast 20 Startblocks mit über einer Stunde Zeitversatz!). Dann die erste Hälfte, in der du einfach nur in der Menge mit schwimmen kannst, es sind einfach (zu) viele Leute auf einer Landstraße unterwegs. Ab der Hälfte wurde es etwas übersichtlicher und ich konnte das Tempo etwas anziehen. Unterwegs immer wieder Vororte mit unheimlich vielen Menschen an den Straßen, die immer wieder Venga! Venga! rufen, um dich vorwärts zu treiben. Dann die letzten Kilometer in San Sebastian: eine Menschenmasse treibt dich vorwärts und spornt dich an, wie du es vielleicht noch nie erlebt hast: Venga! Venga!

Praktische Tipps: Übernachtung am einfachsten vielleicht in San Sebastian, von dort organisierte Bustransfers zum Start. Nach dem Lauf dann zurück ins Hotel zum Duschen. In der Altstadt gibt es genügend Restaurants, in denen man den Lauf bei gutem Essen ausklingen lassen kann.

Selbst gelaufen 2009 in 1:37 Stunden.

Alle Infos in Englisch, Französisch, Spanisch und natürlich in Baskisch auf: www.behobia-sansebastian.com.

Behobia - San Sebastian 2009

Behobia – San Sebastian, T-Shirt der 45.Ausgabe

Eskerrik asko! – Alles klar?