No Finish Line 2013, Monaco – Laufen für einen guten Zweck

No Finish Line 2013, Monaco – Laufen für einen guten Zweck

Weihnachtszeit – Spendenzeit

Es geht auf Weihnachten zu, da gibt es wie jedes Jahr wieder Charity-Veranstaltungen, die helfen, all jenen zu helfen, die vom Leben nicht begünstigt wurden und/oder werden.

Einer dieser Events ist eine ganz besondere Laufveranstaltung im Fürstentum Monaco namens No Finish Line, veranstaltet von dem Verein Children & Future. Vieles daran fällt aus dem üblichen Rahmen, wir sind schließlich in Monaco:

Erstens die Zeitdauer: Ganze 8 (in Worten acht) Tage oder anders ausgedrückt 192 (einhundertzweiundneunzig) Stunden lang dauert der Lauf, 2013 vom 16. bis 23. November 2013.

Zweitens der Ort: Die Mole mitten im Port Hercule von Monaco, eingerahmt von alles andere als bescheidenen Luxusyachten und mit einer Streckenlänge von circa 1400 Metern. Abends und nachts mit Beleuchtung besonders schön!

No Finish Line, Port Hercule, Monaco

Im Vordergrund: der Verpflegungsstand auf dem Rundkurs – dahinter die Atlantis II und die Lady Moura, zwei Luxusyachten mit je über 100 Metern Länge

Drittens die Spendenbeträge: Das Ziel der Veranstalter für 2013 war eine Teilnehmerzahl von 10.000 Personen zu erreichen bei einer Gesamtlaufdistanz von 300.000 Kilometern. Bei dem Prinzip, dass jeder Kilometer von Sponsoren mit einem Euro „belohnt“ wird, sollte dieses Jahr die Spendensumme von 300.000 Euro erreicht werden (2012 waren es 8701 Teilnehmer und über 275.000 Euro). Das Ziel von 10.000 Teilnehmern wurde zwar erreicht, aber wetterbedingt kam nicht ganz so viel Geld zusammen, wie erhofft, immerhin jedoch stolze 265.000 Euro für Kinder in Not.

Port Hercule, Monaco

Immer am Hafenkai entlang – Pendelkurs im Port Hercule von Monaco

Das Prinzip ist einfach: Jeder kann teilnehmen und so viel beitragen, wie er möchte. Für eine Startgebühr von 12 Euro (plus 10 € Pfand für einen Chip zur Messung der gelaufenen Distanz) kann jeder so viele Runden drehen, wie er mag. Für Ausdauerathleten gibt es zwei weitere Teilnahme-Optionen: Eine Einschreibung für die gesamten acht Tage (einhundertzweiundneunzig Stunden!) oder am letzten Wochenende einen 24-Stunden-Lauf.

Casino de Monaco

Beim Lauf immer im Blick: Das berühmte Casino (hier von vorn, beim Lauf sieht man das Gebäude über das Hafenbecken von der anderen Seite)

Schirmherr ist Ihro Durchlaucht, Fürst Albert II.  höchstpersönlich. Seine Schwester, „Son Altesse Serenessime“, Prinzessin Stéphanie hat die Patenschaft. Außerdem gelang es den Veranstaltern und befreundeten Organisationen wie Peace & Sport oder Les Amis du Liban, auch dieses Jahr wieder, große Sportler zu einer Teilnahme von einigen Runden zu motivieren. So absolvierten unter anderem Marc Raquil (französischer 400-Meter-Läufer), Wilson Kipketer und Didier Deschamps ein paar Runden für die gute Sache.

Und dies sind die unterstützen Projekte:

– Operationen von bedürftigen Kindern mit Herzfehlern im Herzzentrum von Monaco

– Rugbyhaus in Dakar (Senegal)

– Wiedereingliederung von Kindern und Jugendlichen in Madagaskar

– Projekt für behinderte Kinder in Monaco

– Haus für Aidskranke Kinder und Jugendliche in Carpentras (Südostfrankreich)

Website: http://www.nofinishline.com/index.php

Mehr über den Lauf selbst und wie es mir in Monaco ergangen ist, demnächst hier bei LaufeninFrankreich!

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Zum Jahresausklang – Der Marathon von La Rochelle

Zum Jahresausklang – Der Marathon von La Rochelle

Der Marathon von La Rochelle (Departement Charente-Maritim) ist der letzte große Marathon des Jahres in Frankreich. Im Jahr 2013 findet die 23. Ausgabe der Veranstaltung am 24. November statt.

Le vieux port, La Rochelle

La Rochelle – Der Eingang zum Alten Hafen mit dem Kettenturm und dem Turm Sankt-Nikolaus (im Vordergrund)

La Rochelle zählt sicher zu den schönsten Hafenstädten am französischen Atlantik. Start als auch Ziel des Laufes sind direkt am Alten Hafen, einem direkt in der Altstadt gelegenen kleinen Hafenbecken, dessen Eingang durch die beiden markanten Türme Saint-Nicolas und dem Tour de la Chaine bewacht wird. Bei schönem Wetter sind die Straßen regelmäßig von Spaziergängern bevölkert, die die maritime Stimmung genießen.

Quai Duperré, La Rochelle

La Rochelle – Quai Duperré – beliebter Treffpunkt für Spaziergänger

Sollte das Wetter einmal nicht zum Spazierengehen einladen, kann wenige Meter weiter an der neuen Marina eines der schönsten Aquarien Europas besucht werden. Das Meer ist natürlich auch in den meisten Restaurants der Stadt Thema Nummer eins. Frischer lassen sich Fisch und Meerestiere aller Art wirklich nicht finden, als hier direkt am Atlantik.

Tour de la Lanterne, La Rochelle

La Rochelle – Marina, im Hintergrund der Laternenturm

Doch bevor wir Kalorien zu uns nehmen, wollen wir uns das erst verdienen! Neben der klassischen Marathonstrecke steht ein Teammarathon auf dem Programm, bei dem sich zwei Läufer die Strecke teilen („Duo“). Für alle, die nicht so viel trainiert haben, gibt es auch einen 10 Km-Lauf.

Die Strecke besteht aus zwei (fast) identischen Runden durch die Stadt. Um den Start etwas zu entzerren, gibt es zwei Startblöcke in unterschiedlichen Straßen, die nach 3,3 Kilometern zusammengeführt werden. Nach eigener Erfahrung knubbelt es sich trotzdem zu Beginn recht ordentlich in den engen Straßen, so dass zunächst kein rechter Fluss aufkommen will. Um ehrlich zu sein, muss man auch hinzufügen, dass La Rochelle nicht überall so schön ist wie am Alten Hafen, aber das kennt man auch von anderen Stadtmarathons: nicht jeder Kilometer ist wirklich eine Reise wert…

Das Profil ist leicht, wenn auch nicht 100 Prozent flach. Für alle, die sich eine bestimmte Zeit gesetzt haben, stehen Tempoläufer, also „Hasen“ zur Verfügung, allerdings nur für die „Kernzeiten“ (3:00, 3:15, 3:30, 3:45, 4:00). Die Siegerzeiten sind in der Regel sehr schnell, da regelmäßig Läufer aus Kenia und Äthiopien am Start sind.

Cours des Dames, La Rochelle

La Rochelle – Nur noch wenige Meter bis ins Ziel, der Cours des Dames

Der Marathon trägt übrigens den Namen „Serge Vigot“ im Titel, in Erinnerung an den 2005 plötzlich verstorbenen Gründer dieses Marathons.

Selbst gelaufen im Jahr 2007 in 3:42:17 (netto) mit Platz 3244 bei 7100 Finishern.

Alle Infos: http://www.marathondelarochelle.com/ (leider nur in Französisch)

Informationen zu La Rochelle, dieses Mal auch in Deutsch: http://www.tourismus-larochelle.com/

Und wenn wir schon hier sind: Zur vorgelagerten Ile-de-Ré ist es nur ein Katzensprung: über eine Brücke lässt sich die Insel von La Rochelle in wenigen Minuten erreichen und um diese Jahreszeit gibt es garantiert auch kein Gedränge! 10 Ortschaften und viele lange Strände laden zu ausgiebigen Spaziergängen.

Le port du Saint Martin de Ré

Très chic – Der Hafen von Saint Martin de Ré auf der Ile de Ré

Im Internet: http://de.iledere.com/

Schlammrennen – Weck die Wildsau in dir!

Schlammrennen – Weck die Wildsau in dir!

Hindernisläufe

Nachdem die Hindernis-, Abenteuer-,  oder wie auch immer genannten Rennen auch in Deutschland immer beliebter werden, hier ein Beitrag dazu. Mir persönlich gefiele ja die Bezeichnung Wildschweinrennen, wobei ich natürlich niemandem zu nahe treten will.

Laufen allein genügt nicht

Unter dem Motto “Laufen ist nicht genug“ oder „Laufen allein ist uns zu wenig“ erfreuen sich diese Mischungen aus Laufen, paramilitärischem Einzelkämpfertraining und sich vor Freude in den (möglichst eiskalten) Schlamm schmeißen, immer größerer Beliebtheit.

Zum Beispiel hat sich bei einem dieser Rennen in meiner Region, dem Limousin, das Mitte September stattfand, die Teilnehmerzahl vervierfacht! Nahmen an dem Lauf „La Déjantée“2012 noch 500 Menschen teil, waren es 2013 schon deren 2000!

Höher, schwerer, extremer

Wie könnte es auch anders sein, überbieten sich die Veranstalter gegenseitig mit Superlativen – höher, schwerer, extremer. So findet an diesem Wochenende (2. November 2013) in der Auvergne bei Le Puy-en-Velay wieder solch ein Rennen statt (L’Auvergnate Extrême) und auf der Webseite heißt es dazu ganz bescheiden: Der schwerste Hindernislauf Europas (Niveau Rot)!

Neben zwölf Hindernissen, die für alle Teilnehmer zwingend vorgeschrieben sind, gibt es dort noch 12 zusätzliche Hindernisse, die auf freiwilliger Basis überwunden werden können. So steht zum Beispiel für die Freunde der Balance auch Slacklining auf dem Programm. Sicher ein Riesenspaß mit nassen Klamotten und zentimeterdicken Schlammkrusten an den Schuhen.

Der ein oder andere wird es schon gemerkt haben: ich selbst kann dieser Art von Läufen nicht viel abgewinnen. Mir ist das Laufen selbst genug und das wird auch so bleiben!

Bei Hindernisläufen kann es gar nicht genug Schlamm geben!

Bei Hindernisläufen kann es gar nicht genug Schlamm geben!

Hier natürlich trotzdem die Adressen der genannten Läufe:

http://auvergnate-extreme.fr

http://www.ladejantee.com/

Darüber hinaus gibt es in Frankreich natürlich noch eine weitere Anzahl von „Wilschweinrennen“. Wen das interessiert, einfach melden!

Welcher Trend kommt wohl als nächstes? Nacktrennen (dann aber bitte nur bei Minustemperaturen) oder Laufen durch Safariparks mit garantiert hungrigen Löwen? Seien wir gespannt!